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Interview mit Professor Fekete zu Geldmetallen

Interview mit Professor Fekete (Professor of Money and Banking San Francisco School of Economics)

Frage: Die Antwort auf die nächste Frage wird unsere Leser sicher sehr interessieren. Sind Sie in Gold, Silber und anderen Edelmetallen investiert? Und würden Sie diese zu den jetzt schon recht hohen Preisen noch kaufen?

Antwort: Mich stört ein wenig, wie Sie das Wort „investieren“ gebrauchen. Nach meiner Denkweise ist der Erwerb von Geldmetallen keine Investition, sondern eher so etwas, wie der Abschluss eine Versicherung. Ich denke nicht, dass andere Edelmetalle (oder eben Steine) eine gute Investition sind. Was die Geldmetalle, Gold und Silber, angeht, so wäre man gut beraten, jeden Monat routinemäßig hinzu zu kaufen, ungeachtet der Preise. Seine Edelmetallbestände sollte man wie eine Versicherungspolice gegen Feuer betrachten. Wenn Sie die nie in Anspruch nehmen müssen, umso besser.

Optimalerweise würde man sich bei der Bewertung seiner Anlagen nicht nach dem Dollarpreis richten sondern nach dem Goldäquivalent. Man würde also seine Bilanz (auf der Aktiv- wie auch Passivseite) nicht nach Dollar- oder Euroeinheiten führen, sondern nach Goldeinheiten (Unzen oder Gramm). Es erfordert Selbstdisziplin, aber es ist der einzige Weg, nicht immer wieder das eigene Gesicht tückischerweise in einem Zerrspiegel betrachten zu müssen. Die optische Verzerrung könnte leicht in geistige Verzerrung übergehen.

Frage: Ich würde gerne zur abschließenden Frage kommen. Wo denken Sie wird der Goldpreis in US-Dollar oder Euro innerhalb der nächsten 3 bis 5 Jahre liegen?

Antwort: Tut mir leid aber ich habe mich nicht der Hellseherei verschrieben. Ich denke, ich würde meinen Ruf als Wissenschaftler auf Spiel setzten, wenn ich es wage, diese Frage zu beantworten. Und übrigens denke ich nicht, dass mich das so sehr interessieren würde. Vermutungen hinsichtlich der zukünftigen Goldpreise gibt es wie Sand am Meer.

Die passendere – und interessantere Frage – wäre, ob es den Dollar und den Euro noch in 3 bis 5 Jahren geben wird. Beim Euro bin ich mir nicht so sicher, aber ich denke, den Dollar wird es in drei Jahren definitiv noch geben. 5 Jahre? Vielleicht nicht, es würde mich aber auch nicht wundern, wenn sich die Durchhaltekraft des Dollars auch noch über fünf Jahre hinaus erstrecken würde.

Es ist gefährlich, die Stärke des Giftes zu unterschätzen, mit dem man leben und arbeiten muss.

Quelle: http://www.goldseiten.de/content/diverses/artikel.php?storyid=13754&seite=3

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