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Die Negativseite des Exportweltmeisters

Häufiger liest man Zeilen wie „Deutschland ist Exportweltmeister“. Doch ist das wirklich so gut bzw. wie Aussagekräftig ist das für uns Deutsche? Geht es uns dadurch wirklich allen besser? Viele denken zumindest dass wir dadurch alle reicher werden, da ja mehr Geld hereinströmt als gleichzeitig heraufließt aus Deutschland. Doch die Wahrheit schaut leider etwas komplexer aus. Leider ist diese These sogar oft nahezu komplett falsch. Wenn wir bspw. Ware nach Japan exportieren, in ein Land also dass eine eigenständige Währung hat, müssen wir diese Währung erst in Euro umtauschen. Denn für die japanische Währung können wir uns in Deutschland leider nichts kaufen, der Wert ist hier schlichtweg nur das Papier, eben das was Geld eigentlich ist. Da sich jeder Preis über Angebot und Nachfrage einpendelt, fällt bspw. bei andauernden starken Export von einer Seite des Landes die Währung und die des anderen Landes entwickelt sich antizyklisch, also steigt. Deutsche Waren werden also teurer und japanische in diesem Beispiel billiger.

Und wie schaut es aus, wenn wie im Euroraum exportieren? Damit viele Länder ihre Einfuhren/Importe bezahlen können, müssen sie Gelder aufnehmen und dieses tun sie logischerweise bei den Staaten welche liquide sind, also vor allem bei Deutschland. Und jetzt kommt das Interessante. Dabei exportiert die BRD nahezu genauso viel Geld wie es Waren und Dienstleistungen exportiert. Das Problem, bisher wurde noch kein einziger Cent zurückgezahlt. Ganz im Gegenteil, die Schulden der verschuldeten Länder Griechenland, Irland, Portugal, Spanien und Co steigen weiter an. Griechenland wäre bspw. ohne ausländische Gelder längst bankrott. Viele Ökonomen sind sich einige, unser geliehenes Geld an Griechenland können wir getrost anschreiben. Das bedeutet das unsere Exportware zu einem großen Teil verschenkt wird, denn durch die Abschreibungen wird der Gewinn wieder aufgefressen. Ein schön getarntes Nullsummenspiel. Übrigens, da wir gerade bei Thema sind, wenn man sich die aktuellen Steuereinnahmen in Griechenland anschaut und noch dazu die immer höheren Zinsen welche Griechenland für seine Staatsanleihen zahlen muss, dann schaut es sehr, sehr düster aus. Ähnliches bei Irland und anderen Pleitekandidaten. Da auch dieses eine durchaus interessante Thematik ist, werde ich Ihnen auch dazu in Kürze eine kleine Vorführung/Darstellung bieten.  Mehr dazu demnächst.

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