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Posts Tagged ‘Simbabwe’

Der erste Billionär

Wenn man sich die reichsten Leute der Welt anschaut, dann stellt man fest, das es immer mehr werden. Aber werden die Leute wirklich alle immer reicher oder unterliegen wir nicht doch eventuell einer Geldillusion?

Schauen wir uns bspw. mal die Lohnentwicklung in Deutschland in den vergangenen zehn Jahre an, diese lag durchschnittlich bei 0,5% und in Spanien bspw. bei über 2,5%. Spanien hat sich als Ziel gesetzt die Löhne in Höhe der Inflation anzupassen, Deutschland hingegen nicht, so das immer mehr Deutsche Arbeitnehmen, trotz Lohnerhöhungen, immer weniger reale Kaufkraft im Portemonnaie haben.

Ähnlich schaut es bei den Superreichen aus, zwar wird die Zahl der Milliardäre immer höher, doch sind auch diese Zahlen mit Vorsicht zu betrachten. Der Reichste Mann der Welt war damals (1913) bspw. kein Milliardär und trotzdem wäre er nahezu zehn Mal so reich wie Bill Gates gewesen. Warum? Weil das Vermögen von John D. Rockefeller mit 900 Millionen US-Dollar einer Kaufkraft von heutigen 300 Milliarden US-Dollar entsprechen würde.

dollarverfall

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Hätte Rockefeller damals sein Geld allerdings in Goldwährung getauscht und es bspw. in eine Kiste gesteckt und diese vergraben, dann wären es heute weit über 500 Milliarden US-Dollar. Gold ist die einzige stabile Währung der Welt, welche weder Inflation, Deflation kennt und nicht entwertet werden kann (Währungsreform). Die Nachfahren von John D. Rockefeller wussten allerdings nicht mit Geld umzugehen und viele haben dem zu Folge alles verzockt und das komplette Vermögen ausgegeben.

Alleine durch den Papiergeldverfall ist es nur noch eine Frage der Zeit bis es erste Billionäre gibt. In Deutschland gab es bspw. schon mehrmals nicht nur Billonäre, sondern sogar Trillionäre. Und auch in einer der ärmsten Länder der Welt Simbabwe gab es 2008 und 2009 etliche Milliardäre, Billionäre und Trillionäre http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,568743,00.html .

Da Geld immer irgendwann zu seinem eigentlichen Wert nämlich „null“ wieder zurückkehrt, ist es also nur noch eine Frage der Zeit bis es neue Dollar- und Euro-Billionäre gibt und das nicht weil diese Leute reicher als jemals zuvor sind, sondern weil das Geld, in Kaufkraft, schwächer als jemals zuvor ist. Alleine der Euro hat seit seiner Einführung über 55% an Kaufkraft verloren. Rechnen Sie einfach mal die Preise wieder in DM um und vergleichen sie Ihre Rechnungen mit Rechnungen vor 10 Jahren und Sie werden eine wertvolle Erkenntnis erlangen. Lassen Sie sich nicht zum Narren halten wenn über Lohnerhöhungen geredet wird, die Wahrheit ist dass die Realkaufkraft in den letzten 10 Jahren enorm gesunken ist. Der normale Arbeitnehmer welche damals mindestens 2 mal mit seiner Familie in den Urlaub geflogen ist, überlegt heute ob er überhaupt einen Urlaub macht und guckt dabei tief in die Geldbörse. Die normalen Kosten (Sprit, Heizöl, Strom, Lebensmittel, Miete) steigen exorbitant zu den Lohnerhöhungen. In Deutschland gibt es mehr arme Leute als jemals zuvor!

Wir leben also in einer Geldillusion, die Politiker und die Medien sprechen immer oft über neue Löhne, über neue Millionäre und neue Milliardäre, über ein ständig wachsendes Brutto-Inlandsprodukt und über neue Rekordzahlen, welche nahezu alle in Dollar oder in Euro genannt werden. Lassen Sie sich nicht blenden und schauen Sie genau hinter die Fassade. Inflations- bzw. Kaufkraftbereinigt stellt sich alles als eine Mogelpackung und in ganz anderen Zahlen dar. In einigen Jahren werden wir weltweit nicht „nur“ 1000 US-Dollar Milliardäre haben, sondern wir werden die ersten 100 US-Dollar Billionäre haben.

Quellen u.a.: http://de.wikipedia.org/wiki/John_D._Rockefeller

Japan und USA vor dem Armageddon

Die Zeichen werden deutlicher und die wahnsinns Verschuldung der Industriestaaten weltweit kann immer schwerer verschwiegen werden. Die Rating-Agentur Standard & Poor’s stufte nun endlich, könnte man sagen, Japans Bonität herab, denn selbst der Laie fasste sich schon seit langem an den Kopf (wir berichteten), wie ein so verschuldetes Land noch eine so hohe Bonität haben kann. Auch die USA ist längst überfällig und wird so oder so herabgestuft werden. Problem, durch die Herabstufung wird die Neuverschuldung dieser Länder erschwert und ein Staatsbankrott dieser Länder wird somit immer wahrscheinlicher. Was dies dann für die Bürger bedeutet, möchten sich wohl die wenigsten Menschen ausmalen. Zu Recht, denn die meisten würden fast ihr gesamtes Vermögen/Ersparnisse verlieren.

Mehr zu Japans Situation:  http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,742106,00.html

Hier noch mal das Video vor einigen Wochen

Übrigens, auch erfahrende Ökonomen haben schon seit längerer Zeit diese Entwicklung vorausgesagt und letztendlich auch wo es enden wird, so sagte Dr. Marc Faber in einem Interview mit Focus Online:

FOCUS Online: Zurück zur Ausgangsfrage und dem Risiko einer Hyperinflation in den USA à la Simbabwe. Hat das Papiergeldsystem überhaupt noch eine Zukunft?

„Faber: Eines Tages wird es eine Krise geben – dann ist das gesamte System bankrott. Dann wird man sich überlegen, ob etwas eingeführt werden muss, das nicht einfach auf Gelddrucken beruht. Dann ist es möglich, dass wir wieder zu einem Goldstandard zurückgehen. Das wird aber noch einige Jahre dauern. Bevor die ganz große Krise stattfindet, wird es wahrscheinlich noch einen Krieg geben, um die Aufmerksamkeit des Publikums abzulenken. Ich hoffe das nicht, aber man sollte vorbereitet sein. Der Staat ist ein Apparat, der nicht mehr die Interessen des einzelnen Bürgers im Sinn hat. Der Staat schützt sich selbst – ein Staat innerhalb des Staates.“